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Applaus,
Jubel und endlose Zugaberufe! Das alles gab es am 26. Oktober 2007 bei der
Premiere des Musicals „Joseph – And the Amazing TECHNICOLOR Dreamcoat“ im
Stadttheater in Ratingen.
Über 250 junge Ratinger waren an diesem Megaevent
beteiligt und führten diese Show zum Erfolg. Rund zwei Stunden wurde gesungen,
getanzt und entertaint. Jung und Alt wurde gleichermaßen unterhalten.
Doch was begeisterte die Zuschauer so sehr? Waren es
die bezaubernden Kostüme oder doch die mühevoll erarbeiteten Kulissen? Vielleicht war es aber die hinreißende biblische
Geschichte über Joseph, den Lieblingssohn Jakobs.
Joseph (Marcel
Entrup) wird von seinen Brüdern aus Neid nach Ägypten verbannt und wird
dort Sklave von dem Kämmerer Potiphar (Dirk
Tratzig). Zudem landet Joseph im Gefängnis, weil ihn Potiphars Frau (Pia Stakenborg) beschuldigt, diese verführt zu haben. Jedoch wird der Pharao (Anton Johann) auf ihn aufmerksam, als er merkt, dass Joseph
hellseherische Fähigkeiten besitzt. Dadurch wird er zum persönlichen Berater
des Pharaos und sieht voraus, dass das Land sieben arme Jahre erwarten. Mit
Josephs Hilfe übersteht das Land diese dramatische Zeit.
Als Josephs Brüder wegen der Not im Land zu Pharaos
Hof kommen, um dort um Hilfe zu bitten, erkennen sie ihren Bruder nicht. Durch eine List Josephs werden die nichts ahnenden
Brüder belehrt und Joseph verzeiht ihnen ihre Schuld und es kommt doch noch zu
einem großen Happy End!
Diese lehrreiche Geschichte wurde von Michele Fichtner und Stefanie Harazim erzählt, die die
weiblichen Hauptrollen in dem Musical hatten. Wie der Hauptdarsteller Marcel Entrup (21) die Proben
und den Auftritt fand, hat er bei einem Interview nach der großen Premiere,
erzählt...
Katja (Jugendreporterin): Herzlichen
Glückwunsch zu der gelungenen Premiere des Musicals! Wie hast du dich bei
diesem Projekt beworben?
Marcel: Vielen
Dank, es war ein großartiger Abend! Eigentlich gab es bei mir keine richtige
Bewerbung. Besser gesagt: ich bin in die ganze Sache eher zufällig
reingerutscht. Durch meinen Gesangslehrer erfuhr ich davon und mir
wurde dann die Hauptrolle angeboten.
Katja: War es deine
erste Bühnenerfahrung?
Marcel: Ich habe
bereits 10 Jahre Bühnenerfahrung und spielte schon bei den Musicals „Pippi
Langstrumpf“ und „Dracula, das Grusical“ mit.
Katja: Welche
Erwartungen hattest du, als du zum ersten Mal zu den Proben gingst?
Marcel: Ehrlich
gesagt, nicht so viele. Ich wollte es auf mich zukommen lassen und habe die
Sache eher gelassen angesehen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass es ein so großes
Projekt werden würde.
Katja: Wie waren die
Proben für dich?
Marcel: Ach, die
waren oft sehr anstrengend und stressig. Sie haben sich aber gelohnt und es hat
vorwiegend großen Spaß gemacht! Ich bereue keinen Augenblick davon!
Katja: Zum
Schluss noch eine Frage: Was sagt das Stück aus, welche Intention wird dem
Zuschauer vermittelt?
Marcel: Es geht
dabei um Neid und die Vergebung. Am Ende der Geschichte verzeiht Joseph seinen
Brüdern und beweist damit große Stärke. Das soll auch auf das Publikum
übertragen werden, die aus dem Musical lernen können zu vergeben.
Katja: Vielen
Dank für das Interview und viel Erfolg bei deinen weiteren Projekten!
Nun, das Musical bekam den gewünschten Erfolg und hat
erreicht, was ein Jugendkulturjahr austragen soll: Innovation, Nachhaltigkeit
und Vernetzung! Es bleibt nur noch zu wünschen, dass es in Zukunft in Ratingen
mehr solcher Projekte geben wird!
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