Joseph and the Amazing TECHNICOLOR Dreamcoat Drucken E-Mail
Samstag, 3. November 2007
Applaus, Jubel und endlose Zugaberufe! Das alles gab es am 26. Oktober 2007 bei der Premiere des Musicals „Joseph – And the Amazing TECHNICOLOR Dreamcoat“ im Stadttheater in Ratingen.

Über 250 junge Ratinger waren an diesem Megaevent beteiligt und führten diese Show zum Erfolg. Rund zwei Stunden wurde gesungen, getanzt und entertaint. Jung und Alt wurde gleichermaßen unterhalten.

Doch was begeisterte die Zuschauer so sehr? Waren es die bezaubernden Kostüme oder doch die mühevoll erarbeiteten Kulissen? Vielleicht war es aber die hinreißende biblische Geschichte über Joseph, den Lieblingssohn Jakobs.

Joseph (Marcel Entrup) wird von seinen Brüdern aus Neid nach Ägypten verbannt und wird dort Sklave von dem Kämmerer Potiphar (Dirk Tratzig). Zudem landet Joseph im Gefängnis, weil ihn Potiphars Frau (Pia Stakenborg) beschuldigt, diese verführt zu haben. Jedoch wird der Pharao (Anton Johann) auf ihn aufmerksam, als er merkt, dass Joseph hellseherische Fähigkeiten besitzt. Dadurch wird er zum persönlichen Berater des Pharaos und sieht voraus, dass das Land sieben arme Jahre erwarten. Mit Josephs Hilfe übersteht das Land diese dramatische Zeit.

Als Josephs Brüder wegen der Not im Land zu Pharaos Hof kommen, um dort um Hilfe zu bitten, erkennen sie ihren Bruder nicht. Durch eine List Josephs werden die nichts ahnenden Brüder belehrt und Joseph verzeiht ihnen ihre Schuld und es kommt doch noch zu einem großen Happy End!

Diese lehrreiche Geschichte wurde von Michele Fichtner und Stefanie Harazim erzählt, die die weiblichen Hauptrollen in dem Musical hatten. Wie der Hauptdarsteller Marcel Entrup (21) die Proben und den Auftritt fand, hat er bei einem Interview nach der großen Premiere, erzählt...

Katja (Jugendreporterin):  Herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Premiere des Musicals! Wie hast du dich bei diesem Projekt beworben?

Marcel: Vielen Dank, es war ein großartiger Abend! Eigentlich gab es bei mir keine richtige Bewerbung. Besser gesagt: ich bin in die ganze Sache eher zufällig reingerutscht. Durch meinen Gesangslehrer erfuhr ich davon und mir wurde dann die Hauptrolle angeboten.

Katja:  War es deine erste Bühnenerfahrung?

Marcel: Ich habe bereits 10 Jahre Bühnenerfahrung und spielte schon bei den Musicals „Pippi Langstrumpf“ und „Dracula, das Grusical“ mit.

Katja:  Welche Erwartungen hattest du, als du zum ersten Mal zu den Proben gingst?

Marcel: Ehrlich gesagt, nicht so viele. Ich wollte es auf mich zukommen lassen und habe die Sache eher gelassen angesehen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass es ein so großes Projekt werden würde.

Katja:  Wie waren die Proben für dich?

Marcel: Ach, die waren oft sehr anstrengend und stressig. Sie haben sich aber gelohnt und es hat vorwiegend großen Spaß gemacht! Ich bereue keinen Augenblick davon!

Katja: Zum Schluss noch eine Frage: Was sagt das Stück aus, welche Intention wird dem Zuschauer vermittelt?

Marcel: Es geht dabei um Neid und die Vergebung. Am Ende der Geschichte verzeiht Joseph seinen Brüdern und beweist damit große Stärke. Das soll auch auf das Publikum übertragen werden, die aus dem Musical lernen können zu vergeben.

Katja:  Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei deinen weiteren Projekten!

Nun, das Musical bekam den gewünschten Erfolg und hat erreicht, was ein Jugendkulturjahr austragen soll: Innovation, Nachhaltigkeit und Vernetzung! Es bleibt nur noch zu wünschen, dass es in Zukunft in Ratingen mehr solcher Projekte geben wird!

 
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