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In diesem Jahr wurden
insgesamt neun Workshops „Jugend macht Medien“ für Jugendliche in verschiedenen
Städten angeboten. Die Medienworkshops sollten jungen Menschen die Basisarbeit
von Presse, Hörfunk und Fernsehen vermitteln. „Von der fertigen
Pressemitteilung bis zum Einmaleins rund ums Filmemachen bieten wir den
Jugendlichen ein Wochenende lang Medienarbeit pur“, so Detlef Raabe (Vorsitzender
des Deutschen Bundesjugendring, DBJR).
Dabei gehe es um Tricks und Kniffe bei der Recherche,
um die richtigen Fragen und Antworten beim Interview und um kreatives und
packendes Schreiben. Darüber hinaus gebe es Medienpraxis in Sachen
Kamera-Dreh, Schnitt für Hörfunk und Fernsehen und Tipps für den originellen
Fotoblick. Der DBJR organisiert und finanziert mit verschiedenen Kooperationspartnern
diese Workshops.
Voraussetzung für die Teilnahme an den Intensivkursen
war, dass interessierte Jugendliche auf jeden Fall ein Basiswissen in der
Medienarbeit mitbringen sollten. Originalzitat von Detlef Raabe: „Die Jugendlichen müssen auf jeden Fall eines
mitbringen: Medienbegeisterung. Für absolute Greenhorns werden die
Medienworkshops eine zu schwere Kost sein. Ein bisschen Erfahrung – z.B. bei
der Schülerzeitung – ist daher notwendig“. Und die Jugendlichen sollten
nicht jünger als 16 und nicht älter als 22 Jahre sein. Zu den Bewerbungsunterlagen
wurden bereits verfasste Texte der Bewerber verlangt.
Das Ganze war leider sehr knapp , zudem standen die
Herbstferien vor der Tür und deshalb war es nur zwei Jugendreportern möglich,
sich zu bewerben. Aber es klappte: am 28. September fuhren die beiden
Jugendreporter Sabine Wilke und Tobias Wilke nach Ludwigshafen. Veranstaltungsort
war das „Heinrich-Pesch-Haus“
Nach dem Eintreffen der Referenten Jörg Wenzel,
Thomas Röhr, beide vom WDR, Wolfgang KosiekAnneke Hillebrand sowie der Fotografin Petra Berger vom Hessischen Rundfunk, der
Sozialpädagogin begann der
Workshop.
Zu Beginn sollte erst einmal geklärt werden, welche
Erwartungen die Teilnehmer an den Workshop und das damit verbundene Wochenende
stellen. Dazu schrieb jeder seine Erwartungen auf Zettel, die an eine Tafel
geklebt wurden.
Das Seminar begann mit der Analyse einer Tagesschau-Folge
und es wurde genau besprochen, warum sie so aufgebaut ist, wie sie aufgebaut
ist. Kurz darauf wurden die einzelnen „Module“ des Workshops vorgestellt: Print, Radio, Video, Fotografie. Jeder
wählte den Bereich aus, der ihn am Meisten interessierte.
 Jugend macht Medien Am nächsten Morgen wurden Tageszeitungen besprochen,
wie z.B. die Bild, „Neues Deutschland“, etc. pp. Dazu wurden die insgesamt 11
Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt, bekamen einen Stapel Zeitungen und sollten
sich dann in die Lage des Chefredakteurs versetzen und eine der Zeitungen
vorstellen und verkaufen. Klingt einfacher, als es wirklich ist.
Danach teilten sich die Gruppen in die einzelnen
Bereiche auf. Die Fotografen wurden nach einer kurzen Einführung in die
Handhabung Digitaler Spiegelreflexkameras mit professionellen Nikon Digital Spiegelreflexkameras
ausgerüstet und suchten in der Umgebung des Hotels schöne Motive, um diese auf
Foto gebannt festzuhalten. Die Bilder wurden danach mit dem PC bearbeitet.
Die Radiogruppe fuhr in die Innenstadt, um eine
Befragung (Vox populi – öffentliche Meinung) durchzuführen. Im Vorfeld hatte
sich die Gruppe auf das aktuelle Thema Bußgelderhöhungen“ geeinigt. Danach
wurde am Computer eine Radiosendung produziert. Die Gruppe hatte extra O-Töne
aufgenommen, die eingebunden wurden.
Für die Printgruppe hatte sich nur eine Interessentin
gemeldet, daher schloss sie sich themenmässig an die Radiogruppe und erstellte
anschließend unter Anleitung eine Reportage.
Die Videogruppe drehte einen etwas eigenwilligen,
aber dennoch sehr interessanten Film über Personenüberwachung.
Der Workshop endete mit der Präsentation der
einzelnen Gruppen. Die Ergebnisse werden als CD zusammengestellt und den
Workshop-Teilnehmern mit einer Teilnehmerbestätigung nach Seminarende
zugeschickt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Workshop sehr
viel Spaß gemacht hat und es den Referenten gelungen ist, den Teilnehmern in
kurzer Zeit sehr viel Wissen zu vermitteln. Die perfekte Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen
und den Referenten sowie die professionelle Durchführung waren sicherlich die
Garanten für den Erfolg des Seminars.
Alle Teilnehmer waren sich diesbezüglich einig und hoffen
nun auf einen erneuten Workshop oder eine Weiterführung des letzten Workshops.
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