Jugend macht Medien (geschrieben von Tobias Wilke) Drucken E-Mail
Samstag, 3. November 2007
In diesem Jahr wurden insgesamt neun Workshops „Jugend macht Medien“ für Jugendliche in verschiedenen Städten angeboten. Die Medienworkshops sollten jungen Menschen die Basisarbeit von Presse, Hörfunk und Fernsehen ver­mitteln. „Von der fertigen Pressemitteilung bis zum Einmaleins rund ums Filmema­chen bieten wir den Jugendlichen ein Wochenende lang Medienarbeit pur“, so Detlef Raabe (Vorsitzender des Deut­schen Bundesjugendring, DBJR).

Dabei gehe es um Tricks und Kniffe bei der Recherche, um die richtigen Fragen und Antworten beim Interview und um kreatives und packendes Schreiben. Da­rüber hinaus gebe es Medienpraxis in Sachen Kamera-Dreh, Schnitt für Hörfunk und Fernsehen und Tipps für den originel­len Fotoblick. Der DBJR organisiert und finanziert mit verschiedenen Koopera­tionspartnern diese Workshops.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Intensivkursen war, dass interessierte Jugendliche auf jeden Fall ein Basis­wissen in der Medienarbeit mitbringen sollten. Originalzitat von Detlef Raabe: Die Jugendlichen müssen auf jeden Fall eines mitbringen: Medienbegeisterung. Für absolute Greenhorns werden die Medienworkshops eine zu schwere Kost sein. Ein bisschen Erfahrung – z.B. bei der Schülerzeitung – ist daher notwendig“. Und die Jugendlichen sollten nicht jünger als 16 und nicht älter als 22 Jahre sein. Zu den Bewerbungsunter­lagen wurden bereits verfasste Texte der Bewerber verlangt.

Das Ganze war leider sehr knapp , zudem stan­den die Herbstferien vor der Tür und des­halb war es nur zwei Jugendreportern möglich, sich zu bewerben. Aber es klappte: am 28. September fuhren die beiden Jugendreporter Sabine Wilke und Tobias Wilke nach Ludwigshafen. Veran­staltungsort war das „Heinrich-Pesch-Haus“

Nach dem Eintreffen der Referenten Jörg Wenzel, Thomas Röhr, beide vom WDR, Wolfgang KosiekAnneke Hillebrand sowie der Fotografin Petra Berger vom Hessischen Rund­funk, der Sozialpädagogin begann der Workshop.

Zu Beginn sollte erst einmal geklärt wer­den, welche Erwartungen die Teilnehmer an den Workshop und das damit verbun­dene Wochenende stellen. Dazu schrieb jeder seine Erwartungen auf Zettel, die an eine Tafel geklebt wurden.

Das Seminar begann mit der Analyse einer Tagesschau-Folge und es wurde genau besprochen, warum sie so aufge­baut ist, wie sie aufgebaut ist. Kurz darauf wurden die einzelnen „Module“ des Work­shops vorgestellt: Print, Radio, Video, Fotografie. Jeder wählte den Bereich aus, der ihn am Meisten interessierte.

Jugend macht Medien
Jugend macht Medien
Am nächsten Morgen wurden Tageszei­tungen besprochen, wie z.B. die Bild, „Neues Deutschland“, etc. pp. Dazu wur­den die insgesamt 11 Teilnehmer in Grup­pen aufgeteilt, bekamen einen Stapel Zeitungen und sollten sich dann in die Lage des Chefredakteurs versetzen und eine der Zeitungen vorstellen und ver­kaufen. Klingt einfacher, als es wirklich ist.

Danach teilten sich die Gruppen in die einzelnen Bereiche auf. Die Fotografen wurden nach einer kurzen Einführung in die Handhabung Digitaler Spiegelreflex­kameras mit professionellen Nikon Digital Spiegelreflexkameras ausgerüstet und suchten in der Umgebung des Hotels schöne Motive, um diese auf Foto ge­bannt festzuhalten. Die Bilder wurden danach mit dem PC bearbeitet.

Die Radiogruppe fuhr in die Innenstadt, um eine Befragung (Vox populi – öffent­liche Meinung) durchzuführen. Im Vorfeld hatte sich die Gruppe auf das aktuelle Thema Bußgelderhöhungen“ geeinigt. Danach wurde am Computer eine Radio­sendung produziert. Die Gruppe hatte extra O-Töne aufgenommen, die einge­bunden wurden.

Für die Printgruppe hatte sich nur eine Interessentin gemeldet, daher schloss sie sich themenmässig an die Radiogruppe und erstellte anschließend unter Anlei­tung eine Reportage.

Die Videogruppe drehte einen etwas eigenwilligen, aber dennoch sehr interessanten Film über Personenüber­wachung.

Der Workshop endete mit der Präsenta­tion der einzelnen Gruppen. Die Ergeb­nisse werden als CD zusammengestellt und den Workshop-Teilnehmern mit einer Teilnehmerbestätigung nach Seminar­ende zugeschickt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Workshop sehr viel Spaß gemacht hat und es den Referenten gelungen ist, den Teilnehmern in kurzer Zeit sehr viel Wissen zu vermitteln. Die  perfekte Zu­sammenarbeit zwischen den Jugend­lichen und den Referenten sowie die professionelle Durchführung waren sicherlich die Garanten für den Erfolg des Seminars.

 

Alle Teilnehmer waren sich diesbezüglich einig und hoffen nun auf einen erneuten Workshop oder eine Weiterführung des letzten Workshops.

 
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