Internationales Blasorchester - Interviews (durchgeführt von Michaela Haase und Tobias Wilke) Drucken E-Mail
Montag, 17. September 2007

Inmitten der gemütlichen Atmosphäre bei der Gemeinschaftsparty im Lux, bei der die Ratinger Jugendlichen ausgelassen mit ihren Gästen aus Russland und Finnland feierten, gelang es uns jeweils eine finnische und eine deutsche Musikerin zu interviewen, die uns Frage und Antwort standen zum Projekt, ihrer Haltung zur Musik und den Unterschieden zwischen Finnland und Deutschland.

 

Unsere erste Interview-Partnerin war Vera Schlüter (16) aus Ratingen, die das Internationale Jugendblasorchester mit ihrer Posaune verstärkt.

Vera Schlüter (Posaune)
Vera Schlüter (Posaune)
 

Wie gefällt es dir das Projekt bis jetzt?

Es ist eine Herausforderung, mit so vielen jungen Leuten gemeinsam zu spielen und einen Gesamtklang zu bilden, da man sich selbst wegen der Lautstärke oft nicht hört. Außerdem ist es schön, mit so vielen Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen zusammen zu spielen.
Musik ist eine Sprache, die man nicht übersetzen muss.

Welches der Stücke für die „Marktplatzserenade“ spielst du am liebsten? Und bei welchem hast du noch Probleme?

Am liebsten spiele ich „Phantom of the Opera“, weil es so eine große Spannweite von Emotionen widerspiegelt. Es handelt von zwei Männern, die um eine Frau kämpfen. Am Schwersten fällt mir die „Serenata“, da das Posaunensolo recht kompliziert ist. Aber bis zum Konzert kriegen wir das sicherlich hin.

Und wie klappt das mit der Verständigung zwischen euren Gästen und euch? Gibt es da nicht manchmal Probleme?

Na ja, wenn man auf Englisch nicht weiterkommt, verständigt man sich halt mit Händen und Füßen... Aber einmal haben wir verzweifelt nach dem Wort „Auftakt“ gesucht (lacht).

Übrigens haben uns die Finnen als Dankeschön für die Gastfreundschaft Teddys geschenkt. Ich finde es voll schade, dass sie schon am Sonntag wieder abreisen müssen.

Würdest du so ein Projekt gerne noch einmal machen?

Auf jeden Fall! Ich habe schon Herrn Sevenich gefragt, ob wir den Finnen nicht mal einen Gegenbesuch abstatten können....

Sanna Sadeharju (Tuba)
Sanna Sadeharju (Tuba)

Schließlich gelang es uns, auch Sanna Sadeharju für ein kurzes Interview zu gewinnen, wenngleich man sich aufgrund der ausgelassenen Stimmung im Billard- und Kickerraum nur schreiend verständigen konnte. Die 16-Jährige Finnin spielt Tuba und ist zusammen mit Orchesterleiter Pasi Ojala und 27 weiteren jungen Musikern extra für dieses Projekt aus der finnischen Partnerstadt Kokkola angereist.

Welche Rolle spielt Musik in deinem Leben?

Die Musik ist mein Ein und Alles. Sie ist sehr wichtig für mich.

Gefällt es dir in Deutschland? Und was findest du bis jetzt am besten?

Ja. Es ist toll hier! Am Besten gefällt mir, dass die Leute hier so freundlich sind.

Gibt es auch etwas, dass du hier nicht so magst?

Hmm...ich weiß nicht...eigentlich eher nicht.

Welche Unterschiede bestehen deiner Meinung nach zwischen Deutschland und Finnland?

Das ist eine schwierige Frage. In Deutschland ist es auf jeden Fall sonniger, und die Leute wirken sehr glücklich. In Finnland sind die Menschen irgendwie...ich weiß nicht...langweiliger.

Würdest du gerne noch einmal nach Ratingen kommen?

Auf jeden Fall... (an dieser Stelle werden wir von einem der jungen Russen unterbrochen, der seinen Arm für ein Erinnerungsphoto um Sanna legt)

Die spinnen, die Russen !  (lacht)

Eine letzte Frage noch: Was denken die Finnen von den Deutschen? Gibt es da irgendwelche lustige Vorurteile?

Wir halten die Deutschen für sehr nett. Ehrlich! (nach kurzer Beratung mit einigen anderen Finnen fügt sie hinzu:) Oh, und wir denken, dass ihr viel Bratwurst esst und viel Bier trinkt!

 

 
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