|
Inmitten der gemütlichen
Atmosphäre bei der Gemeinschaftsparty im Lux, bei der die Ratinger Jugendlichen
ausgelassen mit ihren Gästen aus Russland und Finnland feierten, gelang es uns
jeweils eine finnische und eine deutsche Musikerin zu interviewen, die uns
Frage und Antwort standen zum Projekt, ihrer Haltung zur Musik und den
Unterschieden zwischen Finnland und Deutschland.
Unsere
erste Interview-Partnerin war Vera Schlüter (16) aus Ratingen, die das
Internationale Jugendblasorchester mit ihrer Posaune verstärkt.
 Vera Schlüter (Posaune)
Wie gefällt es dir das Projekt bis jetzt?
Es
ist eine Herausforderung, mit so vielen jungen Leuten gemeinsam zu spielen und
einen Gesamtklang zu bilden, da man sich selbst wegen der Lautstärke oft nicht
hört. Außerdem ist es schön, mit so vielen Jugendlichen aus verschiedenen
Kulturen zusammen zu spielen.
Musik ist eine Sprache, die man nicht übersetzen muss.
Welches der Stücke für die „Marktplatzserenade“ spielst du am liebsten?
Und bei welchem hast du noch Probleme?
Am
liebsten spiele ich „Phantom of the Opera“, weil es so eine große Spannweite
von Emotionen widerspiegelt. Es handelt von zwei Männern, die um eine Frau
kämpfen. Am Schwersten fällt mir die „Serenata“, da das Posaunensolo recht
kompliziert ist. Aber bis zum Konzert kriegen wir das sicherlich hin.
Und wie klappt das mit der Verständigung zwischen euren Gästen und euch?
Gibt es da nicht manchmal Probleme?
Na
ja, wenn man auf Englisch nicht weiterkommt, verständigt man sich halt mit
Händen und Füßen... Aber einmal haben wir verzweifelt nach dem Wort „Auftakt“
gesucht (lacht).
Übrigens
haben uns die Finnen als Dankeschön für die Gastfreundschaft Teddys geschenkt.
Ich finde es voll schade, dass sie schon am Sonntag wieder abreisen müssen.
Würdest du so ein Projekt gerne noch einmal machen?
Auf
jeden Fall! Ich habe schon Herrn Sevenich gefragt, ob wir den Finnen nicht mal
einen Gegenbesuch abstatten können....
 Sanna Sadeharju (Tuba)
Schließlich
gelang es uns, auch Sanna Sadeharju für ein kurzes Interview zu gewinnen,
wenngleich man sich aufgrund der ausgelassenen Stimmung im Billard- und
Kickerraum nur schreiend verständigen konnte. Die 16-Jährige Finnin spielt Tuba
und ist zusammen mit Orchesterleiter Pasi Ojala und 27 weiteren jungen Musikern
extra für dieses Projekt aus der finnischen Partnerstadt Kokkola angereist.
Welche Rolle spielt Musik in deinem Leben?
Die
Musik ist mein Ein und Alles. Sie ist sehr wichtig für mich.
Gefällt es dir in Deutschland? Und was findest du bis jetzt am besten?
Ja.
Es ist toll hier! Am Besten gefällt mir, dass die Leute hier so freundlich
sind.
Gibt es auch etwas, dass du hier nicht so magst?
Hmm...ich
weiß nicht...eigentlich eher nicht.
Welche Unterschiede bestehen deiner Meinung nach zwischen Deutschland
und Finnland?
Das
ist eine schwierige Frage. In Deutschland ist es auf jeden Fall sonniger, und
die Leute wirken sehr glücklich. In Finnland sind die Menschen irgendwie...ich
weiß nicht...langweiliger.
Würdest du gerne noch einmal nach Ratingen kommen?
Auf
jeden Fall... (an dieser Stelle werden wir von einem der jungen Russen unterbrochen,
der seinen Arm für ein Erinnerungsphoto um Sanna legt)
Die
spinnen, die Russen ! (lacht)
Eine letzte Frage noch: Was denken die Finnen von den Deutschen? Gibt es
da irgendwelche lustige Vorurteile?
Wir
halten die Deutschen für sehr nett. Ehrlich! (nach kurzer Beratung mit
einigen anderen Finnen fügt sie hinzu:) Oh, und wir denken, dass ihr viel
Bratwurst esst und viel Bier trinkt!
|